Lorenz-Burmann-Schule

Doppelmeister in Westfalen im Klempnerhandwerk 2016

Im Oktober 2016 verabschiedete das Bildungszentrum des westfälischen Dachdeckerhandwerks e.V. neun neue Klempnermeister. Die Teilnehmer des 12. Vorbereitungslehrgangs auf die Meisterprüfung im Klempnerhandwerk konnten ihren zweiten Meisterbrief entgegennehmen.

Die neuen Klempnermeister

Die neuen Klempnermeister des 12. Vorbereitungslehrganges mit der Prüfungskommission

Sie legten erst im Mai 2016 erfolgreich die Meisterprüfung im Dachdeckerhandwerk ab - somit sind alle jetzt Dachdecker- und Klempnermeister. In dem viermonatigen Vorbereitungslehrgang auf die Klempnermeisterprüfung wurden die Teilnehmer intensiv auf die Fachpraxis und die Fachtheorie in den Handlungsfeldern 1 bis 3 vorbereitet, um nun, nach bestandener Prüfung, alle anfallenden Arbeiten an Dach und Fassade gemäß den Klempnerfachregeln ausführen zu können.

Als Meisterprüfungsprojekt fertigten die Prüflinge ein zusammengesetztes Walm/-Satteldach mit einer Dreiecksgaube und einem Kamin in Doppelstehfalztechnik aus Titanzink an. Zum Meisterprüfungsprojekt gehörte auch das Erstellen von Planungsunterlagen für das Meisterstück, die nach Abschluss der Arbeiten dokumentiert werden mussten.

Situationsaufgabe

Anfertigung einer Situationsaufgabe

Aus dem Bereich der Blechbearbeitung mussten alle Schüler einen handwerklichen Trichterstutzen, mit dazugehöriger zeichnerischer Abwicklung, an ihrem Meisterstück einarbeiten. Die Situationsaufgabe bestand aus einem Fassadenbauteil mit komplettem Aufbau und einem mittig angeordnetem rautenförmigen Fenster. Das benötigte Material zur Fassadenbekleidung konnten die Prüflinge frei wählen. Ihr Verkaufsgeschick haben die Prüflinge im abschließenden Fachgespräch mit ihrem fundierten Fachwissen unter Beweis gestellt.

Das Bildungszentrum des westfälischen Dachdeckerhandwerks e.V. führte auch in diesem Lehrgang, in Zusammenarbeit mit der Fa. VELUX-Deutschland und der Fa. Rheinzink, ein Seminar zum Thema "Fachgerechtes Eindecken von Dachflächenfenstern in eine Stehfalzdeckung mit Titanzink" im VELUX-Forum in Sonneborn für die angehenden Klempnermeister durch. Die Klempnermeisterschüler des BZWD e.V./Eslohe wurden in dem zweitägigen Seminar sehr intensiv in Theorie und Praxis durch die Fachreferenten Friedhelm Wülfing und Andreas Wiegers (beide Fa. VELUX-Deutschland) sowie Thomas Finke und Heiko Küchenmeister (beide Fa. Rheinzink) geschult. Wie schon in den Jahren zuvor wurden den Klempnermeisterschülern die Werkstoffeigenschaften und Verarbeitungstechniken von Titanzink in Bezug auf das Falzen und Zuschneiden der Detailpunkte des von VELUX vertriebenen Eindeckrahmens gezielt vermittelt.

Klempnermeisterschüler mit den Ausbildern im VELUX-Forum

Gruppenbild der Klempnermeisterschüler mit den Ausbildern im VELUX-Forum in Sonneborn

Im Anschluss wurden die Klempnermeisterschüler durch den Anwendungstechniker Heiko Küchenmeister von der Fa. Rheinzink im Bereich der Fassade geschult. Ziel des viertägigen Seminares waren die Eindeckvarianten und Möglichkeiten der Fassadengestaltung, die in der heutigen Zeit im Metallfassadenbereich zum Einsatz kommen. Für spezielle Anschlussdetails wie Fensterleibung, Eckausbildung sowie alle erforderlichen An- und Abschlüsse und die bauphysikalischen Anforderungen wurden die Klempnermeisterschüler unterwiesen. Hintergrund für die Fassadenschulung ist die Situationsaufgabe der Meisterprüfung, in dem die Meisterschüler ein Fassadenmodell mit einem Fenster in Rautenform erstellen mussten.

Es folgten zwei weitere Veranstaltungen am Bildungszentrum in Eslohe, in denen u.a. das Verarbeiten von Blei unter Anleitung von Jürgen Seifert (Fa. Röhr und Stolberg) und die Verarbeitung mit Aluminium an Dachdetails unter Anleitung von Peter Koch und Paul Marcy (Fa. haushaut) geschult wurden.

Meisterschüler bei Fa. haushaut

Meisterschüler mit Dozenten der Fa. haushaut

Diese Seminare gaben den Teilnehmern detaillierte und umfangreiche Informationen zu den einzelnen Arbeitsgebieten. Alle angehenden Klempnermeister bestätigten, dass das hier neu erworbene Know-how für das bevorstehende Berufsleben als Klempnermeister von Vorteil ist.

Berthold Schauerte

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